Broschüre zu eineinhalb Jahren Pegida in Duisburg

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Seit Januar 2015 hat der NRW-Ableger der rassistischen Pegida-Bewegung bereits 68 Mal eine Kundgebung am Duisburger HBF mit einer anschließenden kurzen Demonstration, dem sog. Abendspaziergang, veranstaltet. Mal kamen nur rund 30 Teilnehmende, die in ihren “I Love Pegida-Shirts” und ausgestattet mit Deutschland-Fahnen eher unbedeutend und nicht so recht wirklichkeitskompatibel wirkten. Mal kamen aber auch bis zu 400 Teilnehmende, darunter viele Hooligans und militante Neonazis, die für eine sehr gespenstische Stimmung rund um den Duisburger Hauptbahnhof sorgten. Immer wieder kam es auch zu offener Gewalt durch Pegida-Teilnehmende.

Mit der nun vorliegenden Broschüre wollen wir zum einen die vergangenen 68 Pegida-Demonstrationen Revue passieren lassen, zum anderen möchten wir unsere analytischen Positionen vorstellen und der Frage nachgehen, warum Pegida in Duisburg, im Gegensatz zu anderen Städten in NRW, Fuß fassen konnte und warum die Gegenproteste so schwach aufgestellt sind. Die Broschüre könnt ihr hier als .pdf herunterladen. ● Crème Critique

Nachholtermin: Das letzte Gefecht. Ein Rückblick auf „Nie wieder Deutschland!“

Nachdem der Vortrag von Jan Gerber am 14. Juni ausgefallen ist gibt es jetzt einen neuen Termin: Die Veranstaltung wird am 8. September nachgeholt. Los gehts um 19.30 Uhr im Djäzz.

„Nie wieder Deutschland!“ – Unter diesem Motto mobilisierte die außerparlamentarische Linke vor mehr als 25 Jahren, im Mai 1990, strömungsübergreifend auf den Frankfurter Opernplatz, um gegen die deutsche Wiedervereinigung zu protestieren. 20.000 Menschen folgten dem Aufruf. Wenige Monate später war diese ungewohnte Harmonie vorbei: Es brachen jene Konfliktlinien auf, an denen sich die außerparlamentarische Linke in den nächsten beiden Jahrzehnten gruppieren sollte. In personeller Hinsicht fiel man in die Bedeutungslosigkeit. Gruppierungen, die seit 20 Jahren bestanden hatten, lösten sich auf; die Linke geriet in eine der größten Krisen ihrer Geschichte. Dieser Umstand verwundert zunächst. So hatten APO und Co. dem Honecker-Regime und den anderen Staaten des „real existierenden Sozialismus“ in der Regel kritisch bis feindselig gegenübergestanden. Es stellt sich damit die Frage, warum die außerparlamentarische Linke ausgerechnet durch das Ende der DDR, die deutsche Wiedervereinigung und den Untergang des Ostblocks in einen Schockzustand fiel. Und: Warum hat sie sich auch heute, mehr als ein Vierteljahrhundert später, noch nicht von diesem Schock erholt? Um hierauf antworten zu können, ist sowohl ein Blick auf die Zeit des Kalten Krieges als auch eine Auseinandersetzung mit jenen drei Begriffen nötig, die nach wie vor im Zentrum des linken Selbstverständnisses stehen: Revolution, Antifaschismus, Antiimperialismus. ● BgA und Emadu

EIL | Kundgebung am 23. April in Essen

Die Kampagne No more »Lies«! ruft für morgen, 12 Uhr, zu einer Kundgebung auf der Porschekanzel in Essen auf.

Am vergangenen Samstag, den 16. April, wurde in Essen ein Sprengstoffanschlag auf einen Tempel der Glaubensgemeinschaft der Sikh verübt. Wie mittlerweile bekannt wurde, handelt es sich bei den beiden Tätern um junge Islamisten aus Essen. Mindestens einer der Männer stand in Verbindung mit der salafistischen “Lies!”-Sekte, die vor allem durch ihre Koran-Verteilaktionen in deutschen Innenstädten bekannt geworden ist. Auch sollen die Täter Kontakt zur islamistischen “Lohberger-Brigade” aus Dinslaken haben, deren Mitglieder zum Großteil für den “Islamischen Staat” in Syrien kämpfen. Als antifaschistische Gruppen aus Essen und dem Ruhrgebiet wollen wir uns mit unserer Kundgebung mit den Opfern des islamistischen Terrors solidarisieren und deutlich machen, dass die Gewalt und Hasspropaganda der Salafisten ein Angriff auf alles ist, wofür wir als Antifaschisten stehen und kämpfen.”